schriften thomas noack
  Leib und Auferstehungsleib Christi
Thomas Noack
 
 

Swedenborgs Entwicklungschristologie
Krippe und Kreuz dürfen nicht isoliert betrachtet werden. Die einseitige Betonung des Kreuzes in der Theologie des Westens hat das Kreuz aus dem Zusammenhang eines Lebensprozesses herausgelöst. Der Tod am Kreuz galt als die Erlösungstat schlechthin. Das Leben des Erlösers verlor demgegenüber an Bedeutung. Aber nicht nur das Kreuz, auch die Krippe steht isoliert da, denn der Mann aus Nazareth scheint dieser Theologie zufolge bei seiner Geburt schon der gewesen zu sein, der er doch nur nach und nach wurde, unser Herr und Gott (Joh 20,28). Krippe und Kreuz zusammengedacht ergeben Swedenborgs Entwicklungschristologie, die kurz gesagt darin besteht, daß der Herr sein Menschliches, während er in der Welt war, göttlich gemacht hat. Die herkömmliche Christologie zeigt uns den immer schon fertigen Christus, bestehend aus der einen göttlichen Person des Logos in zwei Naturen, der göttlichen und der menschlichen. Swedenborg überwindet dieses erstarrte Gebilde und zeigt uns die innere Entwicklung des Erlösers, wodurch ein höchst lebendiges Bild entsteht. Den biblischen Anknüpfungspunkt für seinen Entwurf findet Swedenborg im johanneischen Begriff der Verherrlichung. Sie ist zugleich der Urtypus unserer Wiedergeburt. Zwischen beiden Vorgängen bestehen strukturelle Gemeinsamkeiten, nur ist die Verherrlichung ein bei weitem intensiverer und umfassenderer Vorgang gewesen. Durch Swedenborg erkennen wir die innerseelische Dimension des Erlösungswerkes Christi. Jesus Christus hat in sich den Bruch zwischen dem Menschlichen und dem Göttlichen geheilt und ist somit Heiland der Welt geworden. Wenn aber Christi Werk ein inneres Werk war, dann ist auch unser Werk in der Nachfolge ein inneres. Swedenborgs Entwicklungstheologie ist somit zugleich die Grundsteinlegung für eine Kirche der spirituellen Wandlung.

Der Prozeß der Verherrlichung oder Vergöttlichung
Der johanneische Jesus bezeichnet die Verherrlichung mehrfach als das Ziel seines Lebens: Die Krankheit des Lazartus führt nicht zum Tode, sondern dient der Verherrlichung Gottes. Durch sie soll der Sohn Gottes verherrlicht werden (Joh 11,4). Als sogar Griechen, also Heiden (entsprechend äußeren Weltgedanken), den Herrn sehen. wollen, gibt dieser die sonderbare Antwort: Die Zeit ist gekommen, daß des Menschensohn verherrlicht werde (Joh 12,23). Die anschließenden Ausführungen gipfeln im Gebetsruf: Vater, verherrliche deinen Namen! (Joh 12,28). Darauf ertönt eine Stimme vom Himmel: Ich habe ihn verherrlicht und will ihn abermals verherrlichen (Joh 12,28). Die Stufung ich habe und will abermals könnte auf die Verherrlichung des Leibes durch das Kreuzesleiden hindeuten, der die Verherrlichung des Herrn im Geist vorausgegangen war. Nachdem Judas, der Verräter oder Auslieferer an die Weit (der Weltgeist), hinausgegangen war, spricht Jesus: Jetzt ist der Menschensohn verherrlicht, und Gott ist verherrlicht in ihm (Joh 13,31). Schließlich sei noch das hohepriesterliche Gebet erwähnt: Vater, die Stunde ist da: verherrliche deinen Sohn, damit auch der Sohn dich verherrliche (Joh 17,1). In diesem Gebet wird übrigens die Verherrlichung nicht nur auf das Verhältnis des Sohnes zum Vater, sondern auch auf das Verhältnis des Verherrlichten zur Gemeinde ausgedehnt (Joh 17,10). Wir sehen darin einen Beleg für die enge Verflechtung des Weges Jesu mit unserem Weg.

Die genannten Stellen sollten die zentrale Bedeutung der Verherrlichung im Leben des johanneischen Jesus bezeugen, denn Swedenborg knüpft mit seiner Entwicklungschfistologie an eben diesen Begriff an. Ja, für den Altmeister der Neuoffenbarung ist die Verherrlichung das Zentrum, von dem aus er Leben und Werk Christi begreift. Nicht umsonst steht dieser Begriff in einem so grundlegenden und das Ganze umgreifenden Text wie dem sogenannten Glaubensbekenntnis der Neuen Kirche: Der Herr von Ewigkeit, Jehovah, kam in die Welt, um die Höllen zu unterjochen und sein Menschliches zu verherrlichen (WCR 2). Verherrlichen bedeutet vergöttlichen. Daß die Verherrlichung ein Prozeß ist, ist klar. Man vergleiche nur einmal Joh 7,39 mit 13,31. Daß sie aber der Prozeß der Vergöttlichung ist, wird vielleicht nicht so klar, kann aber ebenfalls aus dem Neuen Testament ersehen werden. Lehrreich ist der Vergleich von Aussagen des vorösterlichen Jesus mit Aussagen des Auferstandenen oder gar des gen Himmel Gefahrenen. Läßt sich beim vorösterlichen Jesus noch deutlich eine Wechselbewegung zwischen der göttlichen und der menschlichen Seinsweise beobachten, so ist der Auferstandene von seinem Gottsein ganz durchdrungen. Man kann sich auch die Frage stellen, was mit der Herrlichkeit gemeint ist, die der Herr beim Vater hatte, ehe die Welt war (Joh 17,5). Die Herrlichkeit des vorweltichen Logos war nichts anderes als das Gottsein des Logos (Joh 1,1). Die göttliche Wahrheit (oder das göttliche lichtvollste Bewußtsein) tauchte in die finstere Welt ein, nahm sichtbare Gestalt an, mußte aber seine Herrlichkeit des Lichtes abschatten, denn welcher Sterbliche hätte diese Fülle des Lichtes ertragen? Nun aber, nachdem der Gesalbte Gottes das ihm aufgetragene Werk vollendet hat (Joh 17,4), bittet er um den Eintritt in die Herrlichkeit des Lichtes, d.h. um die Durchlichtung aller noch finsteren Bereiche des Fleischleibes. Swedenborg sieht in der Verherrlichung den Prozeß der Vergöttlichung: Verherrlichen heißt göttlich machen (divinum facere, NJ 294). Die Verherrlichung (glorificatio) ist die Vereinigung des Menschlichen des Herrn mit dem Göttlichen seines Vaters (WCR 126). Das Menschliche des Herrn stammte aus der Mutter Maria und war der Leib (oder die physische Existenz). Die Vergöttlichung betraf nicht nur die Seele des Gesalbten (Ich habe ihn verherrlicht ...), sondern. erreichte mit Kreuz und Auferstehung sogar den Leib des Herrn (... und will ihn abermals verherrlichen). Mit vollbrachter Verherrlichung war etwas Neues entstanden, das Göttlich-Menschliche oder der Sohn Gottes im engeren Sinne: Durch die Erlösungstaten hat der Herr das von der Mutter stammende Menschliche abgelegt und das Menschliche vom Vater angezogen. Daher ist das Menschliche des Herrn göttlich, daher ist in ihm Gott Mensch und der Mensch Gott (WCR 102). Das Göttlich-Menschliche ist nicht - kurzschlüssig gedacht - das in Gottsubstanz verwandelte Menschliche. Diese Denkweise scheint der Irrtum des sogenannten Monophysitismus zu sein, der lehrt, die menschliche Natur habe sich in der göttlichen ebenso verloren, wie ein Tropfen Wasser in einem Faß voll Wein. Bei Swedenborg bleibt die menschliche Natur erhalten, aber aus dem anfangs menschlich Menschlichen wird das Göttlich-Menschliche Swedenborg beschreibt die Wandlung immer mit den beiden Begriffen "ablegen" und "anziehen". Der Herr hat das von der Mutter stammende Menschliche abgelegt und das Menschliche vom Vater angezogen. Dabei ist zu beachten, daß der Mensch-Gewordene zu keiner Zeit sein menschliches Wesen (im rein organhaften Sinne) abgelegt hat, wohl aber die menschlichen Schwächen (z.B. Stolz, Herrschsucht, Zorn), die dem menschlichen Wesen innewohnen Auf diese Weise reinigte der Herr sein menschliches Wesen, und zwar so vollständig, daß er sogar mit dem Leibe auferstehen konnte, und somit sogar die böse Schlacke für das Göttliche wiedergewinnen konnte. Der Prozeß der Vergöttlichung ist somit streng genommen keine Vergöttlichung, sondern. eine Durchgöttlichung oder die Vereinigung des Menschlichen mit dem Göttlichen. Wenn wir im folgenden dennoch von "vergöttlichen" sprechen, dann deswegen, weil dieser Begriff geläufiger ist und durchaus das Richtige aussagen kann, wenn man ihn nur richtig versteht.

Möglichkeiten und Grenzen der Übertragbarkeit des jesuanischen Weges auf menschliche Verhältnisse
Sollte auch das Menschliche aller anderen Menschen in der Nachfolge Christi göttlich werden? Indem wir so fragen, bemühen wir uns, die Möglichkeiten und Grenzen der Übertragbarkeit des jesuanischen Weges auf unsere normalmenschlichen Verhältnisse auszuloten. Es hat Mystiker gegeben, die von einer Vergöttlichung des Menschen sprachen Meister Eckehart beispielsweise, der herausragende Kopf der deutschen Mystik, schreibt in seinem Traktat vom edlen Menschen, einer der wenigen eigenhändigen Schriften des Meisters: Birnbaums Same erwächst zum Birnbaum, Nußbaums Same zum Nußbaum, Same Gottes zu Gott (EQ 142,9f). Und anderswo erfahren wir: Gott wird und entwird ... Wenn ich in den Grund, in den Boden, in den Strom und in die Quelle der Gottheit komme, so fragt mich niemand, woher ich komme oder wo ich gewesen sei. Dort hat mich niemand vermißt, dort entwird 'Gott' (EQ 272,16 und 273,25ff). Und in der Predigt über die Armut im Geiste lesen wir gar: Als ich (noch) in meiner ersten Ursache stand, da hatte ich keinen Gott, und da war ich Ursache meiner selbst (EQ 304,34f). Wir wollen hier nicht der Frage nachgehen, welches "Ich" bei Eckehart spricht (doch wohl nicht das Ichbewußtsein des äußeren Menschen?!). Wir wollen überhaupt Eckehart nicht zum Thema machen. Wir wollten nur die eingangs aufgeworfene Problematik verschärfen. Seit dem Tage, da die Schlange (das Sinnliche) zum Weibe (dem Ichbewußtsein des äußeren Menschen) sprach: Ihr werdet sein wie Gott (Gen. 3,5), steht der Mensch in der Gefahr, sich an die Stelle Gottes zu setzen und den Unterschied zwischen Schöpfer und Geschöpf verhängnisvoll zu verwischen. Wir müssen daher den letzten Schritt der Vergöttlichung für den Menschen ausschließen. Das heißt aber auch, wir müssen die Verherrlichung des Herrn auf das menschliche Maß reduzieren und vor allen Dingen beachten, daß wir den Weg nur im Glauben an den Herrn gehen können, während der Herr ihn aus eigener Kraft gehen konnte. Wenn wir das berücksichtigen, können wir getrost nach Parallelen Ausschau halten. Swedenborg ermuntert uns zu diesem Unternehmen geradezu, wenn er nämlich sagt: Die Wiedergeburt des Menschen ist ein Abbild der Verherrlichung des Herrn (HG 3138). Was demnach auf der Ebene des Gottmenschen die Verherrlichung oder Vergöttlichung war, das ist auf der Ebene von uns normalen Sterblichen die Wiedergeburt. Oder anders gesagt: Jesus erlebte die göttliche Wiedergeburt, wir können nur die geistige Wiedergeburt erfahren. Dann ist der qualitative Unterschied in den Adjektiven göttlich und geistig zum Ausdruck gebracht, die Gemeinsamkeit hingegen im gemeinsamen Substantiv. An einer anderen Stelle schreibt Swedenborg: Der Herr verherrlichte sein Menschliches geradeso wie der Herr den Menschen wiedergebiert (Dominus glorificavit suum Humanum quemadmodum Dominus regenerat hominem, WCR 105). Man beachte die völlige Gleichordnung der Satzglieder im lateinischen Original, die noch durch quemadmodum anstelle von sicut verstärkt wird. Das handelnde Subjekt ist in beiden Sätzen der Herr. Das heißt, der Herr handelte aus eigener Kraft, wir hingegen aus der Kraft des 'Löwen' aus Juda. An die Steile von verherrlichen tritt wiedergebären und an die Stelle des Menschlichen tritt der Mensch. Mit diesen formalen Beobachtungen sind eigentlich schon alle Gemeinsamkeiten und Unterschiede genannt. Die Verherrlichung des Menschlichen des Herrn führte zu der neuen Bewußtseinseinheit des Göttlich-Menschlichen. Die Wiedergeburt des Menschen hebt dagegen den personalen Unterschied zwischen dem Christen und Christus nicht auf, wenngleich das Eigene der Engel immer durchsichtiger für die Nähe Christi wird. Das Aufgehen des menschlichen Bewußtseins Jesu im göttlichen Bewußtsein war nur durch die völlige Entäußerung (exinanitio heißt eigentlich Ausleerung), d.h. durch den Gehorsam bis zum Tode, ja zum Tode am Kreuz (Phil 2, 8), möglich. Im vollen Bewußtsein der entsetzlichen Kreuzesqualen überwand der Menschensohn die Stimme seines. Fleisches und öffnete es dem Einfluß des Urgöttlichen. Somit ist die Auferstehung am dritten Tage der große Unterschied zwischen dem Herrn und uns. Kein Mensch wird mit dem Körper auferstehen, mit dem er in der Welt umgeben war; sondern allein der Herr ist in dieser Weise auferstanden. Und die Begründung: weil der Herr seinen Körper, während er in der Welt war, verherrlicht bzw. göttlich gemacht hat (HG 5078). Die Auferstehung des Herrn ist also Folge der Vergöttlichung seiner Körperzellen. Die Toten hörten die Stimme des Sohnes Gottes und erwachten zum Leben. Das Menschliche des Herrn ist daher bei aller Ubereinstimmung mit unserem menschlichen Wesen doch von besonderer Art: All jene, die das Menschliche des Herrn dem Menschlichen eines anderen Menschen gleichartig machen, denken nicht über seine Empfängnis unmittelbar aus dem Göttlichen nach, und erwägen nicht die Tatsache, daß der Körper eines jeden das Abbild seiner Seele ist. Auch denken sie nicht über seine Auferstehung mit dem ganzen Körper nach und wie man ihn sah, als er verwandelt wurde, daß nämlich sein Gesicht leuchtete wie die Sonne. Sie denken auch nicht über das nach, was der Herr vom Glauben an ihn gesagt hat, vom Einssein mit dem Vater, von der Verherrlichung und von der Macht über Himmel und Erde. Das sind göttliche Dinge und ausgesagt werden sie von seinem Menschlichen, usw. (NJ 292). Eine Auferstehung der Toten am Jüngsten Tag wird es also so, wie es die Kirche glaubt, nicht geben. Zwar werden die Toten am jüngsten oder letzten Tag ihres irdischen Lebens auferstehen, sie werden auch einen Leib haben, einen geistigen. Leib, aber eine Wiedervereinigung der abgeschiedenen Seele mit ihrem irdischen, längst verwesten Fleischleib wird es nicht geben. Die Verherrlichung bleibt dem Herrn vorbehalten, uns ist die seelisch-geistige Neugeburt bestimmt.

Pole der Wandlung: Das Göttliche und das Menschliche im Herrn
Im Gottmenschen begegneten sich Gott und Mensch. Diese Begegnung ist der Beginn der Neuen Schöpfung und daher der Ausgangspunkt unserer Überlegungen. Als die Jüdin Maria die Worte hörte: Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten (Lk 1,35), war klar, daß ihr Sohn, den sie Jesus nennen sollte, keinen irdischen Vater haben würde, denn ihr Kind war unmittelbar aus dem Göttlichen gezeugt. Folglich nannte Jesus später das Göttliche, das er in sich wahrnahm, seinen Vater und sich selbst dessen Sohn. Sich selbst, d.h. das Menschliche, durch das sich Gott in die Welt sandte (WCR 92-94). Dieses Menschliche war der Leib von der Mutter oder die physische Existenz, die Gottes Hiersein in dieser Welt ermöglichte. Das Göttliche war der Vater und das Menschliche der Sohn. Die kirchliche Dogmatik unterscheidet seit eh und je die Trinitätslehre von der Christologie. Während sich die Dreieinigkeitslehre mit dem Verhältnis von Vater, Sohn und Heiligem Geist beschäftigt, ist das Verhältnis der göttlichen und menschlichen Natur Gegenstandsbereich der Christologie. Wenn für Swedenborg das Göttliche der Vater und das Menschliche der Sohn ist, dann interpretiert er trinitarische Begriffe christologisch; oder anders gesagt, er überwindet den Bruch zwischen dem trinitarischen und christologischen Denken. Noch anders gesagt, Swedenborgs Trinitätslehre ist streng auf dem Boden christologischer Einsichten aufgebaut. Das kann man vom altkirchlichen Dogma nicht sagen. Als die christologische Frage auftauchte, war die trinitarische im wesentlichen beantwortet. Das hatte weitreichende Folgen. Als man über das Göttliche und Menschliche des Herrn nachdachte, stand bereits fest, daß man unter dem Sohn einen Sohn von Ewigkeit her verstehen wollte. Das Menschliche, durch das sich Gott in die Welt sandte, konnte daher unmöglich der Sohn Gottes sein, denn dieses Menschliche ist in der Zeit angenommen worden, der Sohn aber ist von Ewigkeit her. Und das Göttliche konnte unmöglich der Vater sein, denn Mensch geworden war ja der präexistente Sohn, die zweite göttliche Person. So gesehen mag es das Schicksal des altkirchlichen Dogmas gewesen sein, daß die christologische Frage erst auftauchte, als die trinitarische schon beantwortet war. Swedenborgs Ausgangspunkt sind nicht metaphysische Überlegungen, die den Sohnbegriff in die Transzendenz verlegen, sondern der urchristliche Glaube an Jesus Christus, Gottes einzigen Sohn (filium eius unicum), unseren Herrn, der empfangen ist durch den Heiligen Geist und geboren von der Jungfrau Maria (apostolisches Glaubensbekenntnis). Im Sinne Swedenborgs ist es richtiger, vom einziggeborenen Sohn zu sprechen, als vom eingeborenen Sohn. Der eingeborene Sohn führt zur Vorstellung der Inkarnation eines präexistenten Sohnes. Der einziggeborene oder einziggezeugte Sohn dagegen bezeichnet eben gerade das Menschliche, durch das sich Gott in die Weit sandte. Für Swedenborgs Sicht der Dinge spricht, daß das johanneische monogenes sogar richtiger mit einziggezeugt als mit eingeboren zu übersetzen ist. Vater und Sohn bezeichnen demnach nicht zwei nebeneinander bestehende Personen, sondern zwei ineinander bestehende Wesensschichten (essentialia, WCR 166), somit ein Seinsverhältnis, das der Mensch Jesus in sich wahrnahm. Der Sohn ist zunächst das Menschliche, durch das sich Gott in die Welt sandte, im weiteren Verlauf dann aber das Göttlich-Menschliche. In diesem Sinne versteht Swedenborg den Sohnbegriff, wenn er sagt: Eine Dreiheit ist im Herrn; das Göttliche selbst, welches Vater, das Göttlich-Menschliche, welches Sohn, und das hervorgehende Göttliche, welches Heiliger Geist genannt wird (NJ 290). Wir sehen also, daß der Sohnbegriff zwei Bedeutungsebenen hat. Auf der einen Seite bezeichnet er das Menschliche, weil es von Gott gezeugt und somit Gottes Sohn war. Auf der anderen Seite bezeichnet er das Göttlich-Menschliche, somit den erhöhten und. verherrlichten Herrn. Vom Menschlichen zum Göttlich-Menschlichen war ein Weg zurückzulegen, der Weg von der Alten zur Neuen Schöpfung.

Die Entwicklung des Herrn zwischen Krippe und Kreuz
Als Mensch begann der Zimmermannssohn seinen Weg, nicht als Gott. Er durchlief eine menschliche Entwicklung, nahm zu an Weisheit, Alter und Gnade bei Gott und den Menschen (Lk 2,52). Wenn Jesus schon zu Beginn Gott in vollendeter Gestalt gewesen wäre, wie hätte er dann an Weisheit zunehmen können, wo Gott doch die Weisheit selbst ist!? Der einzige Unterschied uns gegenüber bestand darin, daß er diese Entwicklung schneller, umfassender und vollkommener als andere durchlief (WCR 89).

Den Beleg findet Swedenborg in der Perikope vom zwölfjährigen Jesus im Tempel. Dort heißt es: Alle, die ihm zuhörten, verwunderten sich über seinen Verstand und seine Antworten (Lk 2,47). Die schnellere, umfassendere und vollkommenere Entwicklung verwundert nicht, wenn man weiß, daß in diesem Knaben Gott als die ewige Wahrheit Mensch geworden ist. Der Knabe war auf dem Weg, vom Urlicht ganz durchdrungen zu werden. Die Antworten, die Jesus später geben wird, zeugen von allerhöchster Geistesgegenwart. Überhaupt spielt das Licht im Leben Jesu eine entscheidende Rolle. Er nennt sich das Licht der Welt (Joh 8,12) und der Weg, die Wahrheit und das Leben (Joh 14,6). Er ist in die Welt gekommen als das Licht (Joh 12,46), denn er lehrte uns den Weg. Die ältesten Christusdarstellungen zeigen ihn deshalb mit der Rhetorengeste. Interessant ist nun freilich, daß die Erleuchtung oder Durchlichtung nicht nur seine Seele erfaßte, sondern offenbar auch seinen Körper. Die seinsmäßige Umsetzung wurde erstmals auf dem Berg der Verklärung sichtbar Jesus nahm Petrus (den Glauben), Jakobus (die Tätigkeit aus Liebe) und Johannes (die Liebe zum Herrn) und führte sie auf einen hohen Berg (innere Erhebung; Entrückung aus der irdischen Enge in die Weite des Geistes). Und er wurde verklärt vor ihnen, und sein Angesicht leuchtete wie die Sonne, und seine Kleider wurden weiß wie das Licht (Mt 17,2). Das griechische Wort metamorfóo (Metamorphose!) bedeutet eigentlich verwandeln. Luther übersetzt es mit verklären. Swedenborg hält sich ganz eng an das Original und wählt transformare (Transformation!). Eine Transformation wurde sichtbar, die Verwandlung der physischen Existenz eines Leibgeborenen in Licht. Sie kam mit Tod und Auferstehung zum Abschluß (vgl. WCR 126-131). Christi Leiden und seine Verherrlichung hängen eng zusammen: Mußte nicht Christus dies erleiden und in seine Herrlichkeit eingehen? (Lk 24,26), fragt der Auferstandene die Emmausjünger. Die Qualen am Kreuz waren sicherlich ein unvorstellbarer Druck auf das Fleisch und haben wohl den Willen des Fleisches gebrochen und zur Verwandlung geführt. Wie das geschehen ist, bleibt ein Geheimnis. Einen Anhaltspunkt könnten höchstens die Forschungen am Turiner Grabtuch bieten. Es zwingt uns immerhin die Frage auf, wie das Bild auf das Tuch gekommen ist? Simple Pinselstrich- oder Abdrucktheorien scheiden jedenfalls aus. Ich halte es für wahrscheinlich, daß die Auferstehung die Umwandlung der atomaren Struktur des Fleischleibes war. Dieser Vorgang muß mit einer kurzen, aber intensiven Energiefreisetzung verbunden gewesen sein, die das geheimnisvolle Bild erzeugt hat. Der Auferstehungsleib gehorcht nicht mehr den Gesetzen der Naturwelt. Materie kann die Gegenwart des Auferstandenen nicht mehr verhindern. Er geht durch verschlossene Tore (Joh 20,19 und 26) und zeigt sich den Seinigen, die an seiner Realität nicht zweifeln. Nach mehreren Offenbarungen wird er aufgehoben gen Himmel und setzt sich zur Rechten Gottes (Mk 16,19). Auf dem Weg nach Damaskus umleuchtet Saulus ein Licht. Es ist der Auferstandene, er erscheint dem Christenverfolger in der Glorie des Lichtes. Auf Patmos schaut Johannes einen, der einem Menschensohn gleich war; dessen Angesicht leuchtete, wie die Sonne scheint in ihrer Macht (Offb 1,13 und 16). Von Swedenborg erfahren wir, daß der Herr als Person stets von der Sonne umgeben ist (evtl. das unzugängliche Licht von 1.Tim 6,16) Wenn er im Himmel erscheint, so zeigt er sich allerdings nicht umgeben von der Sonne (diesen Anblick dürften wohl auch die Engel nicht ertragen), sondern in engelhafter Gestalt (forma angelica). Von den eigentlichen Engeln unterscheidet er sich nur durch das Göttliche, das sein Antlitz durchleuchtet (vgl. HH 121). Das alles unterstreicht die Bedeutung des Lichtes im Leben des vor- und nachösterlichen Herrn.

Wir haben die Verherrlichung als Vergöttlichung und die Vergöttlichung als Durchlichtung begriffen, denn Gottes Essenz (Wesen) ist Licht, aber nicht nur Licht, sondern Licht und Liebe. Gott ist die Liebe und die Weisheit selbst, sie stellen sein Wesen dar (WCR 37). Die Verherrlichung läßt sich demnach auch als Vereinigung des Lichtes mit der Liebe beschreiben (vgl. HG 6716). Das tote, kalte und lieblose Verstandeslicht hat ja erst die Welt so weltlich gemacht (In der Welt habt ihr Angst ..., Joh 16,33). Die Verstandesbildung gilt mehr als die Herzensbildung; sonderbar, ist es doch gerade die Verstandesbildung, die Atombomben baut, kaltblütig Völker dahinschlachtet, Kinder im Mutterleib tötet, die Erde plündert und grenzenloses Wachstum für die höchste Weisheit hält! Das reine Licht mußte von der Liebe überholt werden. Doch wie sollte das geschehen? Jesus hat anscheinend nie studiert. Woher kam ihm die Weisheit? Meister Eckehart sagte einmal: Ihr tragt doch alle Wahrheit wesenhaft in euch (EQ 181,29f). Auch für Swedenborg ist Wahrheit nicht gleich Wahrheit. Er unterscheidet sehr genau zwischen bloßen Wissensdingen (scientifica = gemachtes Wissen), Einsicht (intelligentia: aus inter und legere, sozusagen die Kunst, zwischen den Zeilen zu lesen, d.h. den eigentlichen Sinn erfassen) und Weisheit (sapientia). Das bloße Wissen ist Angehör des äußeren Menschen und hat mit dem Leben nichts zu tun. Einsicht ist bereits ein Verständnis für das Wahre, das der äußere Mensch nur weiß. Aber die Weisheit ist das wahre Licht des Lebens, d.h. der Liebe, denn das Leben ist die Liebe. Der Vater, von dem sich der Sohn (das Wahre) gesandt wußte, war das göttliche Gute (WCR 88). Der Menschensohn erkannte demnach, daß die Liebe die Quelle des Lichtes ist. Er übte daher sein Leben in beständiger Selbstverleugnung, um seinen eigenmenschlichen Willen ganz der ewigen Liebe untertan zu machen. Diesen Weg empfahl er später auch seinen Jüngern. Damit ist die Geisteshaltung der Entäußerung angesprochen, deren menschliches Maß die Umbildung ist.

Entäußerung und Versuchung; die Umbildung als das menschenmögliche Maß der Entäußerung
Ich suche nicht meinen Willen, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat (Joh 5,30). Meine Speise ist die, daß ich tue den Willen dessen, der mich gesandt hat, und vollende sein Werk (Joh 4,34). Grundlage der Verherlichung war die Entäußerung; diese wiederum bestand in der Erniedrigung des Herrn vor dem Vater (humiliatio coram patre, WCR 104). In der Erniedrigung ordnete der Menschensohn das eigene Hoheitsgefühl (den Fürsten der Welt) dem Bewußtsein der allwaltenden Liebe unter. Im Zustand der Erniedrigung erkannte sich der Sohn (das Wahre) als vom Vater (vom Guten) gesandt und sah in der Liebe seinen Nährgrund. Das völlige Erlöschen der eigenmenschlichen Bewußtseinstätigkeit führte zu der neuen Bewußtseinseinheit des Göttlich-Menschlichen. Eine derartig umfassende Ausleerung (exinanitio) ist uns nicht möglich. Deswegen wird aus der exinanitio Christi, wenn wir sie auf das menschliche Maß reduzieren, die Umbildung oder Umgestaltung (reformatio). Wir sahen bereits, daß die Verherrlichung Christi auf menschlicher Ebene der Wiedergeburt entspricht. Nun sehen wir, daß die Entäußerung Christi mit der Umbildung des Menschen korrespondiert (diesen Schluß legt WCR 105 nahe). Die Umgestaltung oder Umordnung des Gemüts besteht in der Erkenntnis, nicht das Leben selbst zu sein, sondern nur ein Aufnahmeorgan des Lebens. In diesen Zusammenhang spielt Swedenborgs Lehre vom göttlichen Einfluß, von der Gegenwart von Engeln und Geistern und vom freien Willen hinein. Unsere Gedanken gehören uns ebensowenig wie die Luft, die wir atmen. Sie sind aus einem Bewußtseinskontinuum geschöpft, das uns sowohl äußerlich in Form des Traditionszusammenhangs (Geschichte, Kultur, Sprache usw.) umgibt, als auch innerlich in Gestalt der geistigen Welt oder des kollektiven Unbewußten, in dem alle Gedanken versammelt sind, die je gedacht wurden und die künftig von schöpferischen Menschen gedacht werden. Swedenborgs Einflußlehre kann hier nicht entfaltet werden, aber die Dimension des Wortes "Aufnahmeorgan" sollte wenigstens anklingen. Der Menschensohn wurde zum Gottessohn, weil er sich restlos entäußerte; der Mensch kann zum Engel (Boten Gottes) werden, wenn er sich als ein Organ des Lebens erkennt. Das Eigene, das sich Adam im Schlaf beigesellte, der Ichwahn, muß überwunden werden, wobei freilich die personale Existenz gewahrt bleibt.

Noch zwei Sätze zur Umbildung: Im Zustand der Umgestaltung blickt der Mensch aus seinem Natürlichen auf das Geistige und sehnt sich danach (WCR 571). Die Umgestaltung ist somit die Sehnsucht, im Netzwerk des Ganzen seinen Platz zu finden, denn das Geistige ist eben das Ganze. Im Zustand der Umgestaltung spielt der Verstand die erste und der Wille die zweite Rolle; im Zustand der Wiedergeburt hingegen spielt der Wille die erste und der Verstand die zweite Rolle (WCR 1O5; vgl. auch WCR 587-590). Die Umbildung ist demnach ein bewußt geplanter Akt, der erst im nachhinein durch eine innere Wandlung bestätigt und sanktioniert wird.

Das Mittel der Verherrlichung waren Versuchungen aller Art. Angegriffen wurde die Liebe des Herrn zu uns; er sollte in seiner Liebe zum menschlichen Geschlecht erschüttert werden. Von Anfeindungen aller Art umgeben, unter dem sinnlosen Gebrüll wilder Massen, in der Verzweiflung und Einsamkeit einer geschundenen Seele, kämpfte die Liebe, um nicht zerstört zu werden. Wenn Swedenborg schreibt, der Herr kam in die Welt, um die Höllen zu unterjochen (WCR 2), dann ist damit nicht die Unterjochung der Höllen unter die göttliche Allmacht gemeint. Ein Machtwort wäre die Besiegelung des Todes im Gericht der Welt gewesen. Gemeint ist die Unterwerfung von Haß und Rache unter die Macht der verzeihenden Liebe (Aufhebung des Karmagesetzes). Das ist bezogen auf die Hölle der gefährlichste Sieg. Der Herr wurde nicht nur von Menschen, höllischen Geistern und Teufeln versucht, sondern auch von Engeln. Das waren sogar die schwersten, weil subtilsten Versuchungen. Die grobschlächtigen Angriffe der Haßwelten konnte der Herr verhältnismäßig leicht parieren, anders die innersten, wohlmeinenden und doch so verhängnisvollen Erweichungen der göttlichen Absichten durch die Engelswelten. Die Evangelien erwähnen nur zweimal die Versuchungen des Herrn. Ein summarischer Bericht findet sich bei den Synoptikern, die vierzig Tage und Nächte in der Wüste. Dann herrscht Schweigen; berichtet wird erst wieder Jesu Ringen in Getsemane. Angesichts des Kreuzes ist seine Seele betrübt bis an den Tod (Mk 14,34), er wirft sich auf die Erde und betet, daß, wenn es möglich wäre, die Stunde an ihm vorüberginge, und spricht: Abba, mein Vater, alles ist dir möglich; nimm. den Kelch von mir. Aber dann wieder der Selbstverzicht: doch nicht, wie ich will, sondern wie Du willst! (Mk 14,35f). Menschlicher Halt bleibt ihm versagt. Die Jünger schlafen. Doch er reagiert mit Verständnis. Selber schwach, richtet er die Schwachen auf. So hatte der Herr den letzten und schwersten Kampf gekämpft. Das Leiden am Kreuz brachte den vollständigen Sieg. Das Grab ist leer. Aber noch immer soll es Leute geben, die den Lebendigen bei den Toten suchen, und denen der historische Jesus wichtiger ist als der im Geist wirksame Herr. Mit der Verherrlichung war der Heilige Geist entstanden (Joh 7,39). Der Heilige Geist ist kein Gott für sich (deus per se), sondern die von dem einen Herrn ausgehende göttliche Wirksamkeit (divina operatio). Sie ist nicht an Ämter und Institutionen gebunden, denn jeder Mensch ist Gottes Tempel, und der Geist Gottes wohnt in ihm (1.Kor 3,16). Gerade einer Jugend, die nach den spirituellen Praktiken des fernen Ostens Ausschau hält, sollte das spirituelle Christentum aufgeschlossen werden. Innere Wandlung im Zeichen des Auferstandenen, das ist die Zukunft des Christentums. Die Politisierung der Kirche halte ich für einen Irrweg. Das Reich Gottes ist kein politisches Gebilde, sondern die Auferstehung des Geistes aus den Gräbern der Nacht durch die Kraft Christi.

Leib und Auferstehungsleib als Wandlung der Kirche
Abschließend noch ein Ausblick auf weitere Verstehensweisen unseres Themas "Leib und Auferstehungsleib". Paulus hat die Kirche als Leib Christi bezeichnet. Sollte es auch in dieser Hinsicht einen Auferstehungsleib Christi geben? Swedenborgs Unterscheidung der ersten chrislichen Kirche nach der Ankunft Christi im Fleische von der zweiten christlichen Kirche nach der Wiederkunft Christi im Geiste legt diesen Schluß nahe. Wir wissen noch nicht, wie diese neue Kirche aussehen wird, aber soviel ist sicher, sie wird Gott im Geist und in der Wahrheit anbeten (Joh 4,24). Die Offenbarung des inneren Sinnes der Heiligen Schrift schuf dazu die formalen Voraussetzungen. Kirche ist für Swedenborg aber nicht nur die Gemeinschaft der Heiligen, sondern zuerst und zunächst jeder einzelne Mensch, der sich der Wirksamkeit des Geistes geöffnet hat (vgl. WCR 510 oder HH 57). Kirche hat sozusagen eine psychologische und eine soziologische Komponente. Die Kirche als Gemeinschaft der Heiligen wird sich dann deutlicher als bisher zeigen, wenn die Kirche als Gemeinschaft des Heiligen genügend oft erfahren wurde. Das innere Leben mit Christus ist das dringendste Gebot unserer Zeit. Die Wandlung des Leibes in den Auferstehungsleib ist auf den Einzelnen bezogen die Überwindung der dogmatischen Beschränktheit und Intoleranz von Bekenntnisschriften. Nicht die lupenreine Reproduktion von Lehrsätzen und das eifersüchtige Wachen über die Reinheit der Lehre bilden den Schwerpunkt des christlichen Lebens, sondern die Wandlung des schweren und grobstofflichen Dogmenleibes in ein lebendiges Verständnis. Das lebendige Verständnis aber wird immer die Verstehensweise von Tatchristen sein. Deswegen kann eine neue Zeit nur dann anbrechen, wenn der Sohn (das Wahrheitsbewußtsein im äußeren Kopfverstand) erkennt, daß er der vom Vater (der Liebe im Herzen) Gesandte ist. Wir sahen, daß dieser Weg nur beschritten werden kann, wenn sich der Mensch bereit findet, seine normale und unreflektierte Geistestätigkeit umzuorganisieren. Wir sahen ferner, daß die Regeneration des Geistes einen Kampf voraussetzt, einen Kampf freilich, den wir nicht allein kämpfen müssen.

 
     
  veröffentlicht in: Offene Tore 4 (1989) 111-125